Prozessdeck

Allgemeine Geschäftsbedingungen

§ 1 Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen Leo Tschapowski, Prozessdeck, c/o Block Services, Stuttgarter Str. 106, 70736 Fellbach (nachfolgend „Anbieter") und dem Kunden über die Nutzung der Software-as-a-Service-Lösung „Prozessdeck".

§ 2 Vertragsgegenstand

  1. Gegenstand des Vertrags ist die Bereitstellung der Software „Prozessdeck" als webbasierte Anwendung.
  2. Der Anbieter stellt dem Kunden die Software über das Internet zur Verfügung. Der Kunde erhält das nicht-ausschließliche, nicht übertragbare Recht, die Software für die vertraglich vereinbarte Laufzeit für die eigenen Geschäftszwecke zu nutzen.
  3. Funktionsumfang und Leistungsmerkmale der jeweiligen Tarife ergeben sich aus der zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültigen Beschreibung auf prozessdeck.de.

§ 3 Vertragsschluss und Testphase

  1. Der Kunde kann Prozessdeck 14 Tage kostenlos und unverbindlich testen.
  2. Eine automatische Umstellung in einen kostenpflichtigen Tarif erfolgt nur mit ausdrücklicher Bestätigung des Kunden.
  3. Endet die Testphase ohne aktive Tarifwahl, wird der Account stillgelegt und nach 30 Tagen samt aller Daten gelöscht — sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

§ 4 Preise und Zahlung

  1. Es gelten die zum Zeitpunkt der Buchung auf prozessdeck.de ausgewiesenen Preise.
  2. Aufgrund der Kleinunternehmerregelung gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen.
  3. Die Zahlung erfolgt monatlich oder jährlich im Voraus per SEPA-Lastschrift, Kreditkarte oder Rechnung.
  4. Bei jährlicher Zahlung wird ein Rabatt von zwei Monaten gewährt (effektiv 10 statt 12 Monatsbeiträge).

§ 5 Verfügbarkeit (SLA)

  1. Der Anbieter strebt eine jährliche Verfügbarkeit der Software von 99,5 % im Jahresmittel an.
  2. Ausgenommen sind angekündigte Wartungsfenster sowie Ereignisse höherer Gewalt (z. B. Ausfälle der Internetinfrastruktur, Hosting-Ausfälle des Anbieters Hostinger, Naturereignisse).
  3. Wartungsfenster werden nach Möglichkeit in lastarme Zeiten gelegt und mindestens 48 Stunden vorher angekündigt.

§ 6 Pflichten des Kunden

  1. Der Kunde verpflichtet sich, die Zugangsdaten zu seinem Account geheim zu halten und ist für alle Aktivitäten verantwortlich, die unter seinem Account stattfinden.
  2. Bei Verdacht auf Missbrauch ist der Anbieter unverzüglich zu informieren.
  3. Der Kunde stellt sicher, dass die in Prozessdeck verarbeiteten Daten rechtmäßig erhoben wurden und keine Rechte Dritter verletzen.
  4. Bei Verarbeitung personenbezogener Daten Dritter durch den Kunden gilt der zwischen den Parteien zu schließende Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO.

§ 7 Datenschutz und Datensicherheit

  1. Der Anbieter verarbeitet personenbezogene Daten gemäß der separat einsehbaren Datenschutzerklärung.
  2. Die Daten werden auf Servern in einem EU-Rechenzentrum (Hostinger) gespeichert. Sensible Felder werden zusätzlich symmetrisch verschlüsselt.
  3. Auf Anforderung schließt der Anbieter mit dem Kunden einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO.

§ 8 Datenexport und Datenmitnahme

Der Kunde kann seine Daten (Decks, Runs, Audit-Log, hochgeladene Dateien) jederzeit über die Export-Funktion der Anwendung in den Formaten CSV, JSON oder PDF herunterladen. Auch nach Vertragsende ist während der 30-tägigen Aufbewahrungsfrist ein Export möglich.

§ 9 Kündigung

  1. Der Vertrag kann von beiden Seiten zum Ende des jeweiligen Abrechnungszeitraums gekündigt werden — bei monatlichen Tarifen zum Monatsende, bei jährlichen Tarifen zum Ende des Vertragsjahres.
  2. Die Kündigung bedarf der Textform und kann formlos per E-Mail an hallo@prozessdeck.de erfolgen.
  3. Nach Kündigung werden die Daten des Kunden 30 Tage aufbewahrt und anschließend vollständig gelöscht. Während dieser Frist kann der Kunde einen Datenexport anfordern.
  4. Eine außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt.

§ 10 Haftung

  1. Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.
  2. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und beschränkt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden.
  3. Die Haftung ist auf den Auftragswert der letzten zwölf Monate begrenzt.
  4. Die Haftung für mittelbare Schäden, entgangenen Gewinn und Datenverlust ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
  5. Für die Inhalte, die der Kunde in Prozessdeck einstellt, ist allein der Kunde verantwortlich.

§ 11 Vertraulichkeit

Beide Parteien verpflichten sich, vertrauliche Informationen des jeweils anderen, die im Rahmen der Zusammenarbeit bekannt werden, nicht an Dritte weiterzugeben. Dies gilt insbesondere für Zugangsdaten, Inhaltsdaten und geschäftliche Informationen.

§ 12 Änderung dieser AGB

Der Anbieter behält sich vor, diese AGB anzupassen. Änderungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail angekündigt. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von 30 Tagen, gelten die Änderungen als angenommen. Bei Widerspruch endet der Vertrag zum Wirksamkeitsdatum der neuen AGB.

§ 13 Schlussbestimmungen

  1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
  2. Gerichtsstand ist — soweit zulässig — der Sitz des Anbieters.
  3. Sollten einzelne Bestimmungen dieses Vertrags unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
  4. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform.